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Zu Ehren meiner anderen Großmutter !

In Gedenken an Personen, die uns persönlich wichtig waren.

Eine Gedenkstätte in Erinnerung an alle Personen, die einen besonderen Platz in unserem Leben eingenommen haben.



In dieser Gedenkstätte setzen wir ein virtuelles Denkmal für alle Personen, die uns persönlich wichtig waren (Verwandte, Bekannte, Freunde ...).

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Zu Ehren meiner anderen Großmutter !

Beitrag von Markus » So 4. Feb 2018, 18:28

Der Tod ereilt uns alle ... und manchmal auch zum Guten (?).

Gestern ist nun auch meine andere Großmutter verstorben und ich bin ziemlich zerstört ... und zugleich auch in einem gewissen-zermürbenden Dilemma.

Im Gegensatz zu meiner anderen Großmutter hatte ich nie so ein wirklich tiefgehendes Verhältnis zu ihr, aber dennoch: sie war meine Großmutter und ich liebte sie.

Ich habe 2 sehr alte Fotos ausgegraben:
oma_ich.jpg
(© Paranormal.wien / Markus)
(Ja, der Typ mit der Kerze bin ich)
oma_opa_tanzen.jpg
(© Paranormal.wien / Markus)
(Oma und Opa beim Tanzen)

Geboren 1929, erreichte sie wohl ein "stolzes" Alter. Wenn jedoch die letzten Jahre von Krankheit und Leid geprägt sind, dann möchte ich gar nicht so lange leben. Sie war fast taub, fast blind, konnte nicht mehr gehen und lag nur mehr im Bett (24/7 umsorgt von meiner Tante und stündenchenweise von diversen, "engagierten" Heim"hilfen").
Ich hab mir das oft vorgestellt: kein Fernsehen, kein Radio, kein Lesen, keine normale Unterhaltung, nichtmal zu wissen, was man vor sich auf dem Teller hat, weil man es nicht sehen kann, auf andere angewiesen zu sein, gewaschen zu werden oder auf den Topf zu gehen ...

Ist das etwas, was man sich im Alter wünscht ? Ich denke nicht !

Da meine Tante im Krankenhaus war, wurde meine Großmutter vorübergehend in ein Heim gebracht ... was sie allerdings nicht mehr verlassen hat. Und auch meine andere Großmutter starb in einem Heim.
Zufall ? Ich denke nicht !
Wobei es (hoffe ich !) nicht direkt an den Heimen liegt, sondern an dem "Herausreissen" aus der gewohnten Umgebung, der Wohnung, die man jahrzehntelang als eigenes (!!!) Heim bezeichnete und zudem natürlich auch dem Fehlen vom (regelmäßigen oder ständigen) Kontakt mit Verwandten bzw. Bekannten - plötzlich generell nur mehr umgeben von fremden Leuten.

Aber so oder so ... sie hat aufgegeben. Und dies kann ich nachvollziehen ...
Ich habe mit meiner Tante darüber gesprochen und auch sie hat schon seit längerer Zeit mitbekommen, dass Großmutter keinen wirklichen Lebenswillen mehr hatte. Sie (meine Tante) konnte noch (zumindest vom leblosen Körper ihrer Mutter) Abschied nehmen ... ich würde das nicht wollen. Lt. der Aussage vom Heim ist Großmutter an Herzversagen gestorben.
Sie hat bereits vor etlichen Jahren ihren Mann (meinen einzigen Opa, den ich kannte) verloren und hat in den letzten Jahren durchgehalten solange sie konnte. Jedoch ist wohl für jeden mal der Zeitpunkt gekommen, wo es einfach nicht mehr geht.

Bezüglich meinem Dilemma:
Ist es unmenschlich oder herzlos, sogar ein wenig erleichtert zu sein, dass ein geliebter Mensch nach sovielen Jahren an Leid und Verzweiflung nun Frieden gefunden hat ? Ich werde sie von Herzen vermissen und ihre Hirschhorn-Kekse zu Weihnachten ...

Ich widme diesen Beitrag und dieses Lied meiner Großmutter:
(Das Thema des Textes trifft nicht 100%ig zu ... aber das ist mir egal !!!)
Wenn ich alleine bin
träume ich zum Horizont
und es fehlen die Worte
ja, ich weiß, dass es kein Licht gibt
in einem Zimmer,
wenn die Sonne fehlt
Wenn du nicht mit mir bist, mit mir
an den Fenstern
zeigt sich allen mein Herz,
das du angezündet hast
du schließt in mich ein
das Licht, dem
du auf der Straße begegnet bist.

Zeit, auf Wiedersehen zu sagen
Orte, die ich nie
mit dir gesehen und besucht habe
Jetzt, ja, werde ich dort leben
mit dir werde ich abreisen
auf Schiffen über Meere
ich weiß
nein, nein, ich existiere nicht mehr
Es ist Zeit, auf Wiedersehen zu sagen

Wenn du weit weg bist,
träume ich zum Horizont
und die Worte fehlen
und ich weiß
dass du mit mir bist, mit mir
du, mein Mond, du bist hier mit mir
meine Sonne, du bist hier mit mir,
mit mir, mit mir, mit mir.

Zeit, auf Wiedersehen zu sagen#
Orte, die ich nie
mit dir gesehen und besucht habe
Jetzt werde ich dort leben
mit dir werde ich abreisen
auf Schiffen über Meere
so, ich weiß
nein, nein, sie existieren nicht mehr
Mit dir werde ich sie wiederbeleben
mit dir werde ich abreisen
auf Schiffen über Meere
ich weiß
nein, nein, sie existieren nicht mehr
Mit dir werde ich sie wiederbeleben
mit dir werde ich abreisen
ich mit dir
Mit dir, mit dir
Ich bin stolz auf dich, denke an dich und werde dich nie vergessen !
Eines Tages sehen wir uns wieder
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Re: Zu Ehren meiner anderen Großmutter !

Beitrag von Sissy » So 4. Feb 2018, 22:18

Nein, es ist überhaupt nicht herzlos, wenn sich in die Trauer auch ein bisschen Erleichterung mischt. Genau so ging es mir beim Tod meiner Eltern auch. Weil es weh tut zu sehen, wie ein geliebter Mensch leidet...und weil es in meinen Augen kein lebenswertes Leben mehr ist, bettlägrig dahin zu siechen. Deine Oma durfte nun nach Hause gehen...in manchen Kulturen wird das gefeiert...

Und noch ein Aspekt hat zumindest bei mir dazu geführt, dass ich auch ein bisschen erleichtert war. Ich wusste dass es zu Ende geht...das war unheimlich belastend für mich. Und so seltsam es vielleicht klingt, es war eine gewissen Erleichterung wie das Unvermeidliche dann eingetreten ist.

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Ein Begräbnis ist ein Erlebnis (ein persönlicher Nachtrag)

Beitrag von Markus » So 18. Feb 2018, 12:02

Friedhof-Liesing-02-.jpg
Tja, letzten Freitag war das Begräbnis ...
Es war bescheiden, aber angemessen (finde ich). Insgesamt waren 7 Personen dabei (inkl. mir), wobei meine Mutter (ihre Tochter) aus gesundheitlichen Gründen nicht dabei war. Einige Personen erkannte ich gar nicht mehr bzw. kannte ich nur vom Namen her.

Irgendwie streite ich geistig noch immer ab, dass ich meine Großmutter nie mehr sehen werde. Andererseits weiss (!) ich aber auch, dass es so ist. Jedoch bin ich überzeugt, dass ich sie (und evtl. auch andere geliebte inzwischen verstorbene Personen) wiedersehen kann bzw. werde ... zumindest hoffe ich es.

Etwas geistig abwesend, habe ich nach dem Friedhof wegen Fotos gegoogelt und festgestellt, dass es diesbezüglich sogar einen Eintrag auf Wikipedia gibt. Ausserdem war dieser Friedhof (lt. Friedhöfe Wien) vor dem "Umzug" am anderen Ende der Strasse wo ich wohne (da steht jetzt eine Schule).

Nur 7 Personen bei einem Begräbnis ... ist das traurig ?
Ich kann es nicht sagen. Meine Großmutter war nie wirklich der Typ, der gerne unter Leute ging. So wie ich ...
Sollte es bei mir soweit sein, dann werden wohl auch nicht viele Leute kommen. Aber das ist egal - selbst wenn niemand an mein Urnen-Armengrab kommt. Denn das Einzige, das wirklich zählt ist, dass man nicht vergessen wird !

Alle momentan evtl. gelangweilten Leser mögen mir diesen persönlichen Nachtrag verzeihen. Und für die gibt es zumindest als "Entschädigung" ein neues (leider etwas schlechtes) Foto von eurem (auch etwas zerstörten) Markus ganz in Schwarz (nach dem Begräbnis von meiner Tante mit dem Handy gemacht).
ich_in_schwarz.jpg
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Re: Zu Ehren meiner anderen Großmutter !

Beitrag von Kat » So 18. Feb 2018, 12:31

Lieber Markus

Ich finde es (auch als neues Mitglied) weder langweilig noch unangemessen seine Gedanken bezüglich eines verstorbenen Familienmitgliedes so offen auszusprechen.
Ganz im Gegenteil. In meinen Augen machen das viel zu wenige, weil leider kaum noch einer in der Lage ist, den Schneid der Selbst-Reflektion zu haben.
Ich verstehe deine Gedankengänge und deine Erleichterung trotz Trauer sehr gut.

Mein aufrichtiges Beileid an dich und deine Familie.

Kat

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