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Spinalonga

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Spinalonga

Beitrag von Markus » Do 23. Jul 2015, 15:41


Foto: „20100820 Spinalonga island Crete Panorama“ von User:Ggia - Eigenes Werk. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons - https://commons.wikimedia.org/wiki/File ... norama.jpg
Wikipedia (Zitat):Die unbewohnte griechische Insel Spinalonga, offiziell Kalydon, liegt im westlichen Golf von Mirabello. Die Insel zählt zum Gebiet der Ortschaft Elounda der Gemeinde Agios Nikolaos im Nordosten der Insel Kreta. Obwohl die Insel 1954 wieder ihren antiken Namen Kalydon erhielt, ist die ehemalige Bezeichnung aus der venezianischen Zeit bis heute gebräuchlicher.
...
Im Jahr 1881 zählte Spinalonga 1112 muslimische Einwohner, die jedoch mit der Unabhängigkeit Kretas und mit der Errichtung einer Leprakolonie die Insel 1903 verlassen mussten. Bis 1957 war die Insel Leprastation und damit eine der letzten Leprakolonien Europas. Im Rahmen geführter Tagestouren kann die Insel auch von Touristen besichtigt werden.
Spinalonga.JPG
(© M.Perry 2011)
Spinalonga1.JPG
Venetian Fortress At Spinalonga
(© M.Perry 2011)
Spinalonga4.JPG
(© M.Perry 2011)
Spinalonga3.JPG
Uninhabited shops and houses on Spinalonga
(© M.Perry 2011)
Spinalonga2.JPG
Tunnel and gate leading to town on Spinalonga
(© M.Perry 2011)
Im Prinzip könnte man Spinalonga mit Poveglia vergleichen, denn auch diese Insel (bzw. Inseln) wurde ebenfalls als Quarantänestation benutzt. Jedoch gibt es zu Spinalonga bislang keine (paranormalen) Berichte. Aktuell ist Spinalonga eine Geisterinsel und wird nur von Touristen heimgesucht.

Artikel auf Wikipedia
Artikel "Spinalonga - Ruineninsel mit faszinierendem Flair" auf kreta-reiseimpressionen.de
Artikel "Eerie Island Of Spinalonga A Sunken City And A Mermaid" auf 67notout.com von Mike Perry
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Mein Besuch auf der "Insel der Verdammten", "Insel der Vergessenen" ...

Beitrag von Michael » So 26. Jul 2015, 09:49

michi_spinalonga1.jpg
Die Zeit, die heute in erster Linie touristisch vermarktet wird, liegt noch gar nicht so lange zurück: zwischen 1903 und 1957 wurde auf der nur 440 m langen und maximal 250 m breiten Insel eine Leprakolonie "eingerichtet", d.h. die an Lepra erkrankten Griechen wurden auf die Insel deportiert und sich dort größtenteils ihrem Schicksal überlassen.
Zunächst besiedelten die Kranken die Reste der Gebäude, die von muslimischen Siedlern aus früherer Zeit übrig geblieben waren.
michi_spinalonga2.jpg
Im Laufe der Zeit begriffen die Ausgestoßenen jedoch die Vorteile ihrer Gemeinschaft auf der Insel: hatten sie davor zumeist außerhalb von Städten in Höhlen und auf der Straße leben müssen, so hatten sie auf Spinalonga erstmals die Möglichkeit, sich ein eigenes vorurteilsfreies Zusammenleben aufzubauen.
Es wurden aus Überresten früherer Besiedlung neue Häuser errichtet, ein Spital und sogar eine Grundschule erbaut, als Bürgermeister wurde der regelmäßig visitierende Arzt gewählt, der fortan für weitere Vergünstigungen von Seiten des Staates sorgte.
michi_spinalonga3.jpg
Das Krankenhaus
Ehen wurden geschlossen, Nachkommen gezeugt, wobei gesund geborene Kinder allerdings sofort nach der Geburt nach Athen in ein Waisenhaus gebracht wurden. Es hatte sich ein in sich geschlossenes Siedlungssystem entwickelt.
michi_spinalonga4.jpg
Der Friedhof
michi_spinalonga5.jpg
Desinfektionskammer
Nachdem 1947 der Durchbruch in der antibiotischen Behandlung von Lepra gelang, wurden die Fälle mit leichteren Krankheitsstufen aufs Festland zur Behandlung gebracht. 1957 wurden auch die übrigen Bewohner abgesiedelt, die Erkrankung war medikamentös behandelbar geworden. Viele wollten jedoch die zur Heimat gewordene Insel gar nicht mehr verlassen. Einige der Bewohner leben heute noch in den umliegenden Dörfern auf Kreta.
Die Insel stand lange Jahre als Sperrgebiet unbewohnt, später wurde sie desinfiziert und für den Tourismus geöffnet. Inzwischen werden die verfallenden Gebäude aufwendig restauriert.
michi_spinalonga6.jpg
Paranormale Betrachtungsweise:

Sicherlich sind auf Spinalonga einige dramatische Ereignisse vorgefallen, die - so man der Theorie Glauben schenkt - ihre "Echos" gespeichert haben könnten. Allerdings findet man bei der heutigen touristischen Nutzung nur wenige ruhige Stellen, an denen man dem nachspüren könnte. Eine nächtliche Investigation ist - obwohl durchaus interessant - organisatorisch doch sehr fraglich, da die Insel als Museum eingestuft wurde, viele Gebäude aus Sicherheitsgründen gesperrt sind. Im Netz sind keinerlei paranormale Geschehnisse hinterlegt, möglicherweise auch von den Behörden so gewünscht, da man den Denkmalstatus erhalten möchte.
Ein Besuch für Interessierte empfiehlt sich jedoch allemal, die Überfahrt (ca. 15 Minuten pro Weg) wird im Hafen von Elounda für etwa 10 Euro hin und zurück alle 30 Minuten angeboten, der Eintritt kostet für Erwachsene 2 Euro. Führungen kosten natürlich extra, wobei man die Örtlichkeit besser auf eigenen Wegen auf sich wirken lassen sollte.
Ich weiß daß ich nichts weiß

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Re: Spinalonga

Beitrag von Michael » Sa 8. Aug 2015, 10:57

Allen an diesem Thema interessierten möchte ich folgendes Buch (erschienen im Eigenverlag und beziehbar unter folgendem Link) empfehlen:

http://www.victorzorbas.com/du_biografie.html

Nach aufwändigen Recherchen, unterstützt von zahlreichen Interviews mit ehemaligen Bewohnern zeichnet der Autor Victor Zorbas ein umfassendes Bild der Geschehnisse auf der Insel, teilweise im krassen Gegensatz zu den Geschichten, die man auf den offiziellen Führungen zu hören bekommt. Des weiteren hat Zorbas die Geschichte der Insel von der frühesten Besiedlung bis zur Jetztzeit dokumentiert und belegt, dass auf Spinalonga bereits lange vor der Verwendung als Pestkolonie dramatische und blutige Ereignisse stattfanden.
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